Additional information: “Avoid the use of qualifiers” in the German language

Hallo an alle,

an dieser Stelle schreibe ich auf Deutsch, weil eine Übersetzung in die englische Sprache in diesem Zusammenhang nicht so viel Sinn ergibt. Wie es von unserem Professor gewünscht wurde, liefere ich euch einen Nachtrag und Informationen zum Thema “avoid the use of qualifiers” in der deutschen Sprache. Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung ist an dieser Stelle zu viel und nicht notwendig, stattdessen möchte ich euch einen kleinen Überblick präsentieren. An einigen Stellen werde ich jedoch Hinweise auf Probleme in der Forschung geben.

“Qualifiers” sind in der deutschen ebenso wie in der englischen Sprache vorhanden. Diese existieren aber gewiss auch in anderen Sprachen. In der Sprachwissenschaft wird das Thema unter dem Begriff Partikel erfasst und behandelt. An dieser Stelle klingt der Begriff zugegeben etwas seltsam. Aber er hat nichts mit “der Partikel” gemein, sondern es handelt sich im Singular um “die Partikel” und in der Pluralform um “die Partikeln”. Problematisch ist auch, dass der Begriff Partikel aufgrund seiner Definitionsmöglichkeiten und der Historie viel mehr als “Qualifier” umfassen kann, aber ich werde mich in meinen Ausführungen auf ein etwas kleineres und für das Seminar relevantes Gebiet beschränken.

Einen umfassen Überblick und Stand der Forschung über das komplexe Themenfeld der Partikeln könnt ihr bei J. Schulz von der TU Dresden finden. Diesen Überblick findet ihr hier. Für alle, denen das zu viel ist, fasse ich das Thema folgend kurz und hoffentlich auch verständlich in eigenen Worten in Bezug auf das Seminar zusammen.

In der Linguistik befinden wir uns in Bezug auf Partikel im Bereich der Lexikologie. Genauer gesagt, wir befinden uns bei den Wortarten. Durch die Schulgrammatik hat jeder von uns allgemein eine Vorstellung, was sich darunter verbirgt. Diesen Begriff definiere ich anhand der wissenschaftlichen Literatur nicht noch einmal genauer, weil die Vorstellung für unserer Verständnis ausreichen sollte, obwohl sich das Thema bis ins unendliche ausweiten lassen würde und man nicht nur zehn Wortarten unterscheiden könnte, sondern je nach Definition der einzelnen Kategorien auch mehr oder weniger.

Die Wortarten werden klassisch in zwei Kategorien unterschieden. Einerseits in die flektierbaren und andererseits in die unflektierbaren Wortarten. Unter den flektierbaren Wortarten werden diejenigen verstanden, deren grammatische Form sich in irgendeiner Weise bilden lässt. Dazu gehören beispielsweise Substantive, Verben, Adjektive, Artikel, Pronomen etc. Je nachdem wie man den Begriff Wortart definiert. Alle anderen Klassen, die nicht zu den flektierbaren Wortarten gehören, fallen logischerweise unter die Kategorie unflektierbar.

Wenn man nun an seine Schulzeit zurück denkt, wurden die Wortarten in den meisten Schulen in ein Schema von zehn Kategorien unterteilt. Diese wiederhole ich an dieser Stelle nicht, da es nicht notwendig ist. Ich vermute, dass nach diesem Schema im Deutschunterricht anhand kurzer Textbeispiele alle Wörter damals in irgendeiner Form als Übung in dieses Schema eingeteilt werden mussten. Wie man zu diesem Zeitpunkt bereits feststellen konnte, war dies bei manchen Wörtern einfach und bei anderem wiederum etwas knifflig.

Wenn wir die unflektierbaren Wortarten betrachten, kann man eine Kategorie als diese sogenannten Partikel definieren und mit folgenden Eigenschaften betrachten. Als Quelle für die folgende Definition nehme ich canoonet.

Die Partikeln (Singular = die Partikel)

Wörter wie die folgenden werden Partikeln genannt:doch, bloß, halt, mal, nicht, sehr, überaus, sogar, selbst, auch, erst, schon, überhaupt
Die Partikeln sind eine sehr verschiedenartige Gruppe von Wörtern. Da sie in der Form sehr oft einem Adverb entsprechen, sind sie hier unter den Adverbien dargestellt. Andere Partikeln sind gleichlautend mit unflektierten Adjektiven oder Pronomen. Im Wörterbuch erscheinen sie nicht als separate Wortklasse. Partikeln drücken im Gespräch Intensität, Hervorhebung und Einschränkung, Annahme oder die Einstellung des Sprechers aus. Merkmale der Partikeln sind:

  • Partikeln sind nicht flektierbar.
  • Partikeln sind keine Satzglieder. Deshalb können sie im Allgemeinen im Satz nicht allein an erster Stelle vor dem finiten Verb (im Vorfeld) stehen.
  • Man kann nicht nach Partikeln fragen (vgl. aber Gradpartikeln).
  • Partikeln haben im Allgemeinen keine oder nur eine beschränkte lexikalische Bedeutung.

Die Partikeln unterscheiden sich somit von den „gewöhnlichen“ Adverbien und werden deshalb von den meisten Grammatiken als eigene, separate Wortklasse behandelt.Nach ihrer Bedeutung und Funktion unterscheiden wir die folgenden Hauptklassen von Partikeln:

Gradpartikel

Fokuspartikel

Abtönungspartikel

Siehe auch

Negationspartikel

Die Merkmale klingen an dieser Stelle vielleicht noch etwas unverständlich, aber an einem Beispiel wird dies verständlicher.

An einem Beispiel aus der gleichen Quelle (siehe Link zu canoonet – Abtönungspartikel) lässt sich gut demonstrieren, was Partikel bzw. Qualifier sind:

Die Abtönungspartikeln
Modalpartikeln, Würzwörter

Wörter wie ja, halt, eben, denn, doch werden Abtönungspartikeln genannt. Andere Bezeichnungen sind Modalpartikel oder Würzwort.

Abtönungspartikeln dienen im Gespräch dazu, Erwartungen und Einstellungen des Sprechers/Schreibers auszudrücken. Er kann mit ihnen der Aussage eine bestimmte Tönung geben: Mit Abtönungspartikeln kann Zustimmung, Ablehnung, Erstaunen, Interesse, Verstärkung, Einschränkung angezeigt werden:

Was ist denn hier passiert?
Ich komme 
ja schon!
Sie hat den Koffer 
doch bereits gepackt.
Der ist 
vielleicht ein Spinner!
Daran lässt sich 
halt nichts mehr ändern.
Warum bist du 
überhaupt gekommen?

Die am häufigsten verwendeten Abtönungspartikeln sind:

aber, auch, bloß, denn, doch, eben, eigentlich, etwa, halt, ja, mal, nur, ruhig, schon, überhaupt, vielleicht, wohl.

Abtönungspartikeln können nicht erweitert, jedoch miteinander kombiniert werden:

Das hättest du aber auch nicht tun sollen.
Er ist 
eben schon nicht sehr intelligent.
Was ist denn schon passiert?
Ruf 
doch ruhig mal bei uns an.

Obwohl die meisten der Abtönungspartikeln auch Adverb sein können, sind sie in ihrer Funktion als „Würzwörter“ keine eigentlichen Adverbien:

  • Sie beziehen sich immer auf den ganzen Satz.
  • Man kann nicht nach ihnen fragen.
  • Sie können im Satz nicht vor dem finiten Verb im Vorfeld stehen.

In den meisten Grammatiken werden die Abtönungspartikeln deshalb zusammen mit anderen Partikeln als separate Wortklasse behandelt.

Zu den Abtönungspartikeln gehören:

aber
auch
bloß
denn
doch
eben
eigentlich
etwa
halt
ja
mal
nur
ruhig
schon
überhaupt
vielleicht
wohl

 

Letztendlich ging es in der Literatur und im Seminar darum, dieses Element der Sprache in wissenschaftlichen Texten zu  vermeiden, um Aussagen nicht zu verfälschen oder schwammig zu machen. Wenn man überlegt, werden Partikel primär vermutlich im außer-wissenschafltichen Kontext und wahrscheinlich bevorzugt in der mündlichen Kommunikation benutzt. Allein wenn man sich mit den oben stehenden Wörtern ein Beispielssatz ausdenkt, lässt sich das verschwimmen von Aussagen spüren. Oder habt ihr eigentlich überhaupt in diesem Moment darüber nachgedacht, vielleicht alle eben oben genannten Wörter doch aus euren wissenschaftlichen Texten zu streichen, nur weil diese wohlmöglich doch eure Aussagen und Gedanken verfälschen könnten? All diese Worte bringen eine persönliche Wertung mit in den Text. Ein Beispiel für die persönliche Note wäre: Sebastian ist heute nicht zum Seminar erschienen. Er ist wohl krank. Dies ist eine korrekte Aussage. Der Sprecher hat erkannt, dass die Person nicht anwesend ist. Dies ist in dem Fall ein Fakt. Der Zweite Satz drückt durch den Abtönungspartikel eine Vermutung aus. Ist er wirklich krank oder hat er gestern einfach nur zu viel getrunken, was ihn an der Teilnahme des Seminars hindert? Ist er vielleicht im Urlaub? Hat er es vielleicht nicht zum Seminar geschafft, weil sein Auto nicht angesprungen ist? Es lassen sich unendlich viele Möglichkeiten finden, um die Vermutung der Aussage zu verdeutlichen. Aber letztendlich wollte ich euch einen Hinweis auf den Sprachgebrauch geben.

Aber denkt daran, dass man nicht alle Wörter aufgrund ihres Aussehens pauschal in eine Kategorie einordnen kann, denn es kommt immer auf den Kontext des Gebrauches an und nur, weil aber und denn in diesem Fall auch weggelassen werden könnten, gibt es ausreichend Gegenbeispiele, in denen man diese Wörter nutzen kann und es keinen schwammigen Eindruck macht, sondern zum Beispiel Teil einer Argumentationskette sein kann. Denn unsere Sprache ist ein dynamisches und kein starres Phänomen.

Versucht doch einfach den letzten Absatz erneut zu lesen und überlest ‘denn’. Damit wird mein letzter Gedanke zu dem Thema bestimmt etwas klarer, wenn ihr merkt, dass die Sätze abgehackt wirken und das Verbindungsstück fehlt. Sogar wird der Leseeindruck etwas verändert.

another example for a state of art paper outside of computer science ;)

Hey folks,

I present you one more example for a state of the art paper. The following document is an excerpt from a research paper from the beginning of my bachelor studies. This paper I wrote in the third semester in a seminar with a focus on language history. The topic of my paper was the development of the German language of science in Europe. But the following excerpt is in German. At the beginning of this paper I have defined the term “Fachsprache” and created a basis for my issue. So  document contains an excerpt from the introduction, the mentioned definition and the bibliography of this part. The rest of the paper I consciously left out, just to present you another example of a state of the art paper. It is not quite perfect, but should serve as an example outside of computer science.  I hope also that I haven’t miss any mistakes in this excerpt after I’ve revised this excerpt the last days piece by piece.

 

Auszug – Fachsprache

About me and how you can reach me

Hi everyone,

I started my education this March to become a writing peer-tutor. So I’m not yet a certified writing peer-tutor like Josi, but I will finish my education this September.

During my bachelor program I studied German and German as a foreign language. Now I’m studying European Studies in the master program and I’m currently in the fourth semester. In both programs, I have to write a lot of scientific papers and meanwhile I enjoy it. 😉

I hope that I can help you with my experience and the tricks I learn during my education to become a certified peer-tutor. If you got any questions or need help, you can talk to me any time or just write an email to me.

(the e-mail address is my first name + “3.hoffmann” + @ + the students e-mail address ending of our university 😉 )

Best wishes,

Sebastian